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Luftwege der Seidenspinnerraupe

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Raupen sind als Gliederfüßler. Sie haben keine Lunge wie Säugetiere, sondern paarweise angeordnete Luftröhren, Tracheen, die sich seitlich an jedem einzelnen Segment ihres Körpers befinden, den Eintritt von Luft in das Innere der Tiere ermöglichen und sich im Inneren der Raupe mehrfach verzweigen.

Die Eingänge dieser Tracheen sind am lebenden Tier als winzig kleine Löcher – Stigmen – mit dem bloßen Auge zu erkennen.

Raupen atmen nicht: Feinste Ringe aus Chitin, auf der Abbildung gut zu erkennen, halten die winzigen Röhren offen, um einen ständigen Austausch von Sauerstoff durch die Wand der Luftwege zu ermöglichen.

Die Präparation dieser Tracheen für die mikroskopische Aufnahme erfolgt manuell, zum großen Teil unter dem Mikroskop mit feinsten Arbeitswerkzeugen. In der Firma Johannes Lieder GmbH, die seit über 50 Jahren wissenschaftliche Präparate für Schulen und Universitäten, für Lehre und Forschung herstellt, und die dieses Foto für Touch of Science zur Verfügung gestellt hat, werden diese Präparate durch Akademikerinnen und Akademiker hergestellt, die teilweise auf eine jahrzehntelange Erfahrung in dieser Arbeit zurückblicken.

Die Präparation der hier abgebildeten Trachea – also der Weg vom Tier zum fehlerfreien Objekt auf dem Glasträger – braucht sechs volle Arbeitstage.

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